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Gemeindebote der Evangelisch-Lutherischen Christuskirche Schnaittach
 
AUS DEM EV. KINDERGARTEN "DIE ARCHE"

Jahreslosung für 2010:
Jesus Christus spricht:
Euer Herz erschrecke nicht.
Glaubt an Gott und glaubt an mich
(L) Johannes 14, 1

" Kolosser 3,16-17"

JubiläumsGottesdienst
Sonntag, 15. Oktober 2006,
9.30 Uhr
Badsaal Schnaittach „50 Jahre Posaunenchor Schnaittach“

„Lobt den HERRN mit Posaunen!“ Psalm 150,3

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen

Lesung aus dem Brief an die Kolosser 3,16-17:

„(16) Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen:

lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit;

mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern

singt Gott dankbar in euren Herzen.

(17) Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken,

das tut alles im Namen des Herrn Jesus

und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“

Liebe Bläserinnen und Bläser unseres Jubiläumschores und all der Gastchöre, die dieses Fest heute unterstützen,

liebe Festgemeinde!

„Lobt den HERRN mit Posaunen!“ Das ist das Motto der Posaunenchöre. Das ist ihr Auftrag. So steht es in den Statuten, auf den Briefköpfen des Verbandes. So liest man es auf Fahnen und Transparenten. - „Lobt den HERRN mit Posaunen!“

„Lobt den HERRN!“ Das gilt für uns alle, ob wir Blechbläser sind oder nicht. Das ist Gottes Auftrag an uns. So hat er sich unser Leben gedacht.

Was heißt das konkret? Gottes Wort gibt uns drei praktische Anweisungen. Wir haben die Lesung vorhin gehört.

(1.) Gemeinsam mit Jesus wohnen, - darum geht es.

„Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen“. Das heißt in allem Musizieren, in aller Freude daran, in aller Gemeinschaft und Kameradschaft in den Chören will Jesus Christus zum Zuge kommen. In allem, was wir planen und tun und denken will er dabei sien. Er ist sozusagen auf Wohnungssuche. Er will da herein, wo sich mein Leben abspielt. Er klopft an.

Stellen sie sich vor: Jemand steht vor der Tür und sagt: Tschuldigung, kann ich mir mal Ihre Posaune ausleihen? – Äh warum, wollen sie Musik machen? Nein, ich möchte nur mal wieder einen ruhigen Abend verbringen.

Oder: Jemand fragt seinen Freund: Sag mal ist es wahr, dass du den ganzen Tag Trompete übst? Ja, ich weiß eben genau, was ich will. – Du willst berühmt werden! – Nein, ich will die Wohnung des Nachbarn.

Liebe Posaunenchorfreunde, nichts für ungut, hier aber ist einer, der kommt nicht mal kurz vorbei, um sich etwas auszuleihen. Hier ist einer, der will auch nicht in die Wohnung des Nachbarn. Hier ist einer, der will bei Ihnen wohnen. Die Vision aus dem Johannesevangelium soll wahr werden: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Joh. 1,14). Er will Wohnung bei Ihnen nehmen. Er will seinen Hauptwohnsitz bei Ihnen anmelden. –

Und wenn Sie ihn nicht einfach fortgeschickt haben, dann frage ich Sie: Wo haben Sie ihn untergebracht?

Die einen stellen ihm ihre Gartenlaube zur Verfügung. Warum nicht? So einen „Feld- Wald- und Wiesen-Gott“ kann man gebrauchen.

Andere haben ihn in ihren hinteren Keller eingeladen, wo man die Koffer verstaut. Warum nicht? Also ein Gott im Hinterzimmer, ein Gott in der Hinterhand, kann ja nie ganz verkehrt sein.

Oder jemand hat ihn im Partykeller untergebracht. Warum nicht? Ein Gott, der uns unsere Feste garniert, der unsere feierlichen Feiern noch ein bisschen feierlicher macht? –

Wo haben Sie ihn untergebracht?

Was das Berliner Original, Heinrich Zill, einmal sagte, stimmt auch für diesen Gottessohn: „Man kann ihn nicht nur erschlagen mit einem Beil, man kann ihn auch erschlagen mit einer Wohnung.“

Während meines Studiums wohnte ich zuerst in einer kleinen Studentenbude ganz für mich allein. Später bin ich umgezogen in eine Wohngemeinschaft mit anderen Christen. Wir kauften zusammen ein (bei Aldi natürlich). Wir kochten zusammen (fragen Sie mich nicht was). Wir machten zusammen den Abwasch (wobei wir Tassen und Teller vom Abendessen fürs Frühstück gleich stehen ließen). Und wenn es im Studium nicht so recht lief, dann konnte man sich miteinander besprechen.

Eine echte Wohngemeinschaft eben.

Wissen Sie: Christus will eine Wohngemeinschaft mit uns. ER will mittendrin sein, mittendrin, dort wo sich unser Leben abspielt.

ER, der in himmlischen Räumen zu Hause war, dem sind unsere paar schäbigen Quadratmeter nicht zu wenig. Der einzige Hinderungsgrund für ihn wäre, wenn wir ihn abweisen.

Ein chassidisches Sprichwort sagt: „Gott wohnt dort, wo man ihn einlässt.“ Gemeinsam mit Jesus wohnen , das ist das erste, das wär´s doch!

Und das zweite heißt:

(2.) Gemeinsam mit Jesus reden, darum geht es

Wir lesen hier im Wort Gottes: „… mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.“ - Also: Um dieses Gespräch des Herzens mit Gott geht es.

Gemeinsam mit Jesus reden.

Stellen Sie sich vor, da sagt vorhin eine Frau zu ihrem Mann: Meine Güte, die Akustik hier im Badsaal ist aber schlecht! Darauf ihr Mann: Jetzt, wo du´s sagt, rieche ich es auch! –

Blöde Fremdwörter!

In Gottes Wohngemeinschaft wird verständlich geredet.

Wenn ER bei uns wohnt, dann will er das Wort haben. Wenn er bei uns wohnt, dann darf er nicht mundtot gemacht werden.

Wie steht es mit Ihrer Zeit für die Bibel? – Morgens, beim Wecker, fahren Sie auf, direkt in die Jeans. Für die Zahnbürste bleibt nur ein müder Blick. Der Kaffee wird im Stehen verschüttet. Und nur mit einem Spurt erreiche ich noch den Bus oder die Bahn. Und abends tot müde nach Hause. – Oder wie auch immer der Tagesablauf aussieht. Die Bibel ist vielleicht noch als Bibelspruch in einer Ecke meines Gehirns, mehr nicht. –

Aber wenn GOTT bei uns wohnt, dann darf er doch nicht mundtot gemacht werden.

Und wie steht es mit Ihrer Zeit fürs Gebet? - Unsere Gedanken sind wie Windhunde, die in alle Richtungen auseinander rennen. Die Konzentration auf das eine ist unendlich schwierig. Und oft werden unsere Gebete zu Gesprächen und Zwiegesprächen mit irgendwelchen Personen, die wir nicht vergessen können.

Die Bibel bietet uns Psalmen an, die uns helfen könnten, das Gebet wieder zu dem zu machen, was es ist: Ein Reden des Herzens mit Gott. - Wenn GOTT bei uns wohnt, dann darf er doch nicht mundtot gemacht werden.

Und wie steht es bei Ihnen mit Zeit für den Gottesdienst?

Ich denke an eine Frau, die ihre schwerkranke Mutter pflegt. Sie kann sie kaum alleine lassen. Aber sie hat über ihrer Spüle einen Zettel, auf dem steht: „Hier wird dreimal am Tag Gottesdienst gefeiert.“(also: beim Abspülen) –

Ob Sie nicht auch aus Ihrem Pflegedienst, aus Ihrem Putzdienst, aus Ihrem Alltagsdienst, aus Ihrem Posaunendienst wieder einen Gottesdienst machen sollten, - zur Ehre Gottes! - Wenn GOTT bei uns wohnt, dann darf er doch nicht mundtot gemacht werden.

Und wie steht es mit der Zeit für das Loben und das Danken?

Ich kann zwar nicht Posaune spielen, aber zum Trübsalblasen reicht es allemal. Heulen und Klagen liegt uns einfach viel näher als Danken und Loben. - Gerhard von Rad hat einmal gesagt: „Loben und Nichtloben verhält sich so wie Leben und Tod.“

Wo nicht mehr gelobt und gepriesen wird, wo keine Loblieder mehr gehört werden, da ist der Tod im Topf.

„Lobet den Herrn mit Posaunen“ (Ps. 150,3), - ja, mit allem was ich tue. „Ich will den Herrn loben allezeit“ (Ps. 34,2a). In der Jugendzeit und in meinem Alter, in gesunden Tagen und in kranken Tagen, in hellen Wochen und in dunklen Wochen, im Glück und im Unglück. – Sollte es mir einmal vergönnt sein, später auf mein Leben zurück zu schauen und zu fragen: Was habe ich auf Erden eigentlich vollbracht? Dann will ich das bekennen: Ich habe Gott den Herrn gelobt! „Sein Lob soll immerdar und allezeit in meinem Munde sein.“ (Ps. 34,2b) -

Wenn GOTT bei uns wohnt, dann darf er doch nicht mundtot gemacht werden.

In einer Ehe stellt sich der eine Partner auf den anderen ein

In der Schule stellt sich der Lehrer auf den Schüler ein.

Und der Chorleiter stellt sich auf seine Jungbläser ein.

Sehen Sie und so ist es auch im Glauben. Da stellen wir uns doch auf Gott ein und verstehen immer mehr von seinem Wesen und lernen ihn immer besser kennen.

Da frage ich nicht mehr: Warum hat er das so gesagt in seinem Wort? Da spüre ich: Er hat´s so gemacht, weil's so für mich das Beste ist. - „Wenn ich nicht das bekomme, worum ich bitte, dann bekomme ich das, was besser für mich ist“, hat Martin Luther einmal geschrieben. - Wenn Sie nicht das bekommen, worum Sie bitten, worum Sie flehen, worum Sie loben, worum Sie preisen, dann bekommen Sie das, was besser für Sie ist.

Dann ist sein Handeln nicht mehr unbegreiflich. Dann ist sein Reden nicht mehr unverständlich. Dann auf einmal spüre ich die Lebendigkeit von Psalm 23: ER ist mein Hirte. „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal“ – und wie viele von uns erleben ihren Weg im Moment so – „so fürchte ich keine Unglück; denn du bist bei mir“. DU bist bei mir! - Gemeinsam mit Jesus reden.

Aber das dritte darf auch nicht vergessen werden:

(3.) Gemeinsam mit Jesus handeln.

Aber voraus geht, dass ich ihn bei mir aufgenommen habe, mit ihm wohne. Voraus geht, dass ich mit ihm rede und im Gespräch bleibe. Und dann lesen wir in Gottes Wort: „ Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.“

- Also: Gemeinsam mit Jesus handeln.

Wir blicken dankbar auf die 50 Jahre unseres Posaunenchores. Mit ihm haben wir festliche Gottesdienste erlebt, Feiern in Vereinen, Gedenkveranstaltungen in unserem Ort, musikalische Grüße bei Geburtstagen und im Krankenhaus, die Standkonzerte in den verschiedenen Ortsteilen zu Weihnachten.

- Gott hat dieses Spielen und Musizieren in seinen Dienst gestellt. Er möchte, dass Menschen berührt werden durch die Musik und dass sie Freude daran haben. - Und durch das alles hindurch möchte er, dass Herzen aufgehen für seine Liebe, dass Menschen IHN erkennen und ihm die Ehre geben.

Gemeinsam mit Jesus handeln. – Lassen wir uns von ihm gebrauchen. Lassen wir uns von ihm in Dienst stellen.

Sagt der Chorleiter zu einem Jungbläser: „Du machst in der letzten Zeit ständig so einen schläfrigen Eindruck.“ Antwortet der: Ach, das ist nur das Talent, das in mir schlummert!“. - Dieses Talent gilt es zu wecken und wach zu rufen.

Einmal heißt es: Jesus blies seine Leute an (Joh. 20,21ff.).

ER blies sie an Kraft des Heiligen Geistes, dass sie aufstehen, hinausgehen und seine Liebe weiter tragen zu denen, die ihn noch nicht kennen. - Wenn Jesus bläst, dann will ER uns den Marsch blasen. Sein Atem will uns beleben damit uns die Luft nicht ausgeht. Sein Sauerstoff hilft uns, dass wir wachsen und gedeihen können, dass wir nicht nur tolle Blüten treiben, sondern Früchte des Geistes bringen: Liebe, Freude, Friede, Geduld.

Also: gemeinsam mit Jesus wohnen, gemeinsam mit Jesus reden, gemeinsam mit Jesus handeln. - Freunde, tut alles in seinem Namen. Amen.

Unser Anfang geschehe im Namen GOTTes des Vaters und des Sohnes und des Heiligens Geistes. Amen.

Der HERR sei mit euch …

Liebe Gemeinde!

Wenn es stimmt, dass im Himmel Mozart gespielt wird – so jedenfalls behauptet des der Theologe Karl Barth, dann sage ich: Wenn schon Mozart, dann mit Posaunen. Die Bibel spricht nämlich nicht von der „Zeit der letzten E-Gitarre“ (obwohl mir bei solcher Musik das Herz aufgeht). Sie spricht nicht von der „Zeit der letzten Flöte“ oder „Trommel“. Sie spricht von der „Zeit der letzten Posaune“.

Auch wenn mir vorgehalten wird, was ich sage sei alles „Blech“, liebe Gemeinde, Himmelsmusik ist Blechmusik. Diese Klänge heute morgen haben mich wieder überzeugt.

Aber die 50 Jahre evang. Posaunenchor Schnaittach sind nur Hauptprobe für die Ewigkeit. In der himmlischen Badsaal-Bläserhalle wird es einmal ganz anders klingen. – Wir werden vor Gott stehen. Wir werden uns verantworten für unser Leben.

Herzlich willkommen …

Ich lade Sie jetzt ein zu einer Reise nach Istanbul. Angela Merkel hat für uns schon den roten Teppich ausgelegt. Am besten wir nehmen ein Taxi uns quälen uns durch den unbotmäßigen Verkehr bis zur Hagia Sophia, der Kirche der Weisheit Gottes, von Experten bestaunt, von Dichtern besungen, von Touristen immer wieder besucht, dieser Mittelpunkt des Kosmos, dieser Mittelpunkt des römischen Reiches, dieser Nabel der Welt. Von 350 nach Christus an, über tausend Jahre lang, wurden hier Gottesdienste im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes gefeiert. Bis im Jahre 1450 der erst 20jährige Sultan Metmet auf den unsinnigen Gedanken kam, diese Kirche zu fressen und sich selbst die Kaiserkrone aufzusetzen. Er mobilisierte seine Truppen, belagerte die Stadt und nahm sie nicht ein. Er hätte sie nie einnehmen können, wenn ihm nicht ausgerechnet die Erfinderkraft eines Siebenbürger Christen zu Hilfe gekommen wäre. Dieser Herr Urban, Waffenschmied und Stückegießer, der baute ihm eine der größten Kanonen der Welt. Mit 150 Ochsengespannen musste sie übers Land gebracht werden. Dieses riesige Wahlross kam dann in Stellung vor der Stadt und fing mit infernalischem Krach an zu ballern. Alle zwei Stunden ein Schuss aus dieser „Petrobollos“, wie man sie nannte, „ein Ding, das Steine wirft“. Nach acht Wochen starb die Stadt. Metmet setzte sich auf sein Pferd, ritt in die Stadt, betrat die Kirche, kniete nieder und setzte sich die Kaiserkrone auf den Kopf. Damit ist die „Kirche der Weisheit Gottes“ zur Mosche Allahs geworden und ist es bis heute geblieben.

Vor einiger Zeit waren dort Renovierungsarbeiten im Gange. Dabei hat man oben auf der Empore etwas Erstaunliches entdeckt. Unter dem bröckelnden Verputz kam ein Fresko hervor, ein Bild, ein Pantokrator, ein Christusbild. Das war ergreifend. Sie konnten diesen Christus vermalen, verputzen, verkalken, aber vergessen machen konnten sie ihn nicht. –

Jeder Besucher merkt, wer der Herr im Hause ist. Renovation wurde zur Demonstration. Jesus ist der Herr. ER ist der Herr im Hause. In jedem Haus im Gotteshaus, im Rathaus, im Schulhaus, im Krankenhaus, - auch in Ihrem Haus. Jesus der Herr auch in ihrem Haus. Dort hinein spricht nämlich der Apostel und gibt uns drei Anweisungen:

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Er will doch bei uns wohnen, dort wo sich unser Leben abspielt. In unserem Wohnzimmer, - dort wo es die Konflikte gibt, z.B. mit den heranwachsenden Kindern.

Im Studierzimmer will er bei uns wohnen, dort wo die Schere zwischen nachlassender Kraft und wachsenden Aufgaben immer weiter auseinander geht. Und im Besprechungszimmer will er bei uns wohnen, dort wo wir unsere Dinge miteinander regeln und nicht zurande kommen. Im Schlafzimmer will er bei uns wohnen, wo wir wegen unserer Krankheit, wegen unserer Schmerzen keinen Schlaf finden.

Er will unsere Papiere annehmen. Papiere, die uns Not machen. Auch die Diskussionen in den Gemeinden, die gemeinsamen Papiere, die gemeinsam sein sollten, aber es oft nicht sind. Die ganz persönlichen Papiere: die Kündigung, der Röntgenbescheid vom Arzt, die Entlassungsurkunde im Geschäft, weil die Stelle gestrichen wurde. All diese Papiere, die uns Not machen, die legen wir ihm hin.

Und er wird es so machen, dass wir einmal sagen können: „Er hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht.“ –

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Wohngemeinschaften, in denen das Gespräch keine Thema mehr ist.

Ich denke an ein altes Ehepaar – dort ist das Gespräch regelrecht erstorben. „Wir haben uns nichts mehr zu sagen“ – Und er nickte dazu. Eine stumme Ehe. Oder leben Sie in einer solchen?

Ich kenne eine Familie, drei Kinder. Jeder hat sein Zimmer, jeder hat sein Auto, jeder hat seinen Job. Das einzige, was sie noch verbindet, ist der Kühlschrank. Stumme Familie – oder leben sie in einer solchen?

Es gibt Verwandtschaften in unseren Orten. Keiner hat sich noch etwas zu sagen. Wenn man einander auf der Straße begegnet, wechselt man die Seite oder blickt stumm gerade aus. Stumme Verwandtschaft, - oder leben Sie in einer solchen?

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