" Lukas 2,8-20 "
Christvesper an HeiligAbend
Sonntag 4. Advent, 24.12.2006
Evang.-Luth. Christuskirche Schnaittach, 17.30 Uhr
„Was, wenn wir keinen Heiland hätten?!“
Gnade sei mit euch und Friede von dem, der der ist und der da war und der da kommt, Jesus Christus, unser Herr. Amen.
Liebe Gemeinde!
(1.) Kurz vor Heilig Abend. Ein alter Mann ruft seinen Sohn an. Der in einer weit entfernten Stadt ein erfolgreiches Leben: „Junge, ich muss dir was sagen, deine Mutter und ich, wir lassen uns scheiden.“ - „Seid ihr verrückt“, ruft der Sohn, „37 Jahre verheiratet, denk an die Krisen, die ihr schon gemeinsam überstanden habt. Ihr tut nichts, bevor wir nicht miteinander geredet haben. Ich nehme das nächste Flugzeug.“ Er verständigt seine Schwester. Die führt in einer anderen weit entfernten Stadt ein erfolgreiches Leben. „Sind die übergeschnappt“, schreit sie ins Telefon und ruft den Vater an: „Wir müssen reden. Ich nehme das nächste Flugzeug!“ Der alte Mann legt den Hörer auf, geht zu seiner Frau ins Wohnzimmer, küsst sie auf die Stirn und sagt: „Liebling, die Kinder kommen zu Weihnachten.“
Das nächste ist kein Witz, sondern ein Gedicht von Erich Kästner. Überschrift: „Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag gewidmet“. „200 Jahre sind es fast, seid du die Welt verlassen hast, du Opferlamm des Lebens. Du gabst den Armen ihren Gott, du littest durch der Reichen Spott, du tatest es vergebens. Du sahst Gewalt und Polizei, du wolltest alle Menschen frei und Frieden auf der Erde. Du wusstest wie das Elend tut, du wolltest allen Menschen gut, damit es schöner werde. Du warst ein Revolutionär und machtest dir das Leben schwer mit Schiebern und Gelehrten. Du hast die Freiheit stets beschützt und doch den Menschen nichts genützt; denn du kamst an die Verkehrten. Du kämpftest tapfer gegen sie und gegen Staat und Industrie und die gesamte Meute, bis man an dir, weil nichts verfing, Justizmord kurzer Hand beging. Es war genau wie heute. Die Menschen wurden nicht gescheit, am wenigsten die Christenheit, trotz allen Händefalten. Du hattest sie vergeblich lieb. Du starbst umsonst und alles blieb – beim Alten.“
Was für ein Geburtstagsgedicht! „Alles blieb beim Alten“. Ist das so? Ich habe Weihnachten besonders verstanden in schwierigen Situationen. Z.B. da wo ich als Pfarrer auf dem Friedhof hinter dem Sarg eines Kindes hergehe. Ich denke jetzt an eine bestimmte Situation. Als mir jeder menschliche Trost genommen war und ich mit den Eltern nur noch heulen konnte, da hab ich zu ihnen gesagt: „ Was, wenn wir jetzt keinen Heiland hätten?!“
„Ja, dann hätten wir keinen, der uns jetzt hält“, antwortete der Vater. – Denn Jesus, das war ihr Halt. Bei dem hatten auch sie sich fest gemacht.
Ein Kollege war kurz vor Weihnachten in Kolumbien. Sie machten einen Ausflug. Dann stand er auf einmal auf einer grauen Fläche. Eine Schlammflut war aus 5400m Höhe herabgestürzt und hatte den Ort Amero weggespült, zugedeckt. Die graue Fläche war ein riesiger Friedhof. 25000 Menschen waren tot. Ich war sprachlos. Und dann saust es mir im Kopf herum: Was, wenn wir keinen Heiland hätten?
(3.) Deshalb musste Jesus geboren werden. Deshalb musste er auf die Erde kommen. Damit wir einen Heiland haben. Nun rede ich von Jesus, von dem Heiland, der heil macht, da wo alles kaputt geht. Nein, wir können nicht alle Probleme lösen. Nein, wir haben nicht auf alle Fragen Antworten. Aber Christen haben einen, der größer ist als jede Antwort und jede echte oder scheinbare Lösung eines Problems. Christen nennen sich nach Christus, nach Jesus Christus.
Wir leben in einer Welt der Zerstörung. Und alles, was wir leben oder sind oder uns erarbeiten, steht unter dem Vorzeichen der Zerstörung. Wir kennen Krankheiten, die wir nicht heilen können. Und wir vergessen, dass unser ganzes Leben wie eine „Krankheit zum Tode“ ist, eine Krankheit, an der wir alle sterben werden. Was, wenn da kein Gott wäre!
Ich meine nicht einen, der sich selbst genug ist, der in irgend welchen fernen Galaxien mit Sternschnuppen kegelt.
Ich meine nicht einen, dem man sowieso nicht trauen kann, bei dem man nur den Kopf einzieht, weil man nicht weiß, ob er einem wohl gesonnen ist. Ein solcher Gott interessiert mich nicht.
Aber wenn es einem den Boden unter den Füßen wegzieht.
Und wenn man nicht weißt, wie man mit all dem Chaos um einen herum den Heiligen Abend über die Runden bringen soll, -
wenn man vor lauter Elend eigentlich nur noch heulen kann,
aber gute Miene zum bösen Spiel machen muss,
und wenn einem heute Abend die Versäumnisse einfallen,
die Fehler der Vergangenheit, die auch das dickste Geschenk nicht mehr ungeschehen machen kann, - dann wissen Sie so gut wie ich: Wir brauchen einen Gott, der nicht bloß zuschaut.
Wir brauchen erst recht kein höheres Prinzip über irgend welchen Sternen. Wir brauchen schon gar nicht irgend welche Geister, die man herbei beschwören muss und die dich dann nicht mehr loslassen, sondern alles nur noch schlimmer machen.
Wir brauchen einen, der mit geht, der mitleidet, einen, dem ich nicht egal bin. Einen, der genau weiß, wie es mir geht, wie ich mich fühle.
Darum Weihnachten! Gottes Sohn kommt als ein Kind zu uns. Damit beginnt eine neue Zeit, eine neue Zeitrechnung. Das Datum ist wichtig! Das Jahr 2006 nach der Geburt von Jesus Christus. Die Macht der Zerstörung hat nicht mehr das letzte Wort. Gott wird Mensch wie wir. Er leidet wie wir. Er stirbt wie wir. Er steht zu einem neuen Leben auf, so wie es uns auch verheißen ist. Aber noch ist der Gang der Welt nicht aufgehoben.
Aber es werden immer mehr zu Jesus gehören.
Christen gleichen Partisanen in einem besetzten Gebiet, Partisanen der Liebe. Denn nur die Liebe hat mehr Macht als die Zerstörungsmacht des Bösen.
(4.) Die ersten, die das erfuhren, das waren die Hirten. Die hatten es sich nicht träumen lassen, dass sie Gott begegnen würden.
Damit sie es verstehen konnten, mussten ihnen die himmlischen Heerscharen ordentlich Nachhilfeunterricht geben. Wir Menschen sind immer so begriffsstutzig, so schwerfällig, wenn es um Gott geht.
In der Bibel steht nicht, was die Hirten gerade machten, als die Engel ihnen erschienen und ihnen eine himmlische Vorstellung oder eine Vorstellung des Himmels gaben. Wahrscheinlich saßen sie am Feuer. Das brauchten sie, um sich zu wärmen, um Räuber zu erkennen und Raubtiere abzuwehren.
Hirte sein war ein gefährlicher Beruf, der hart machte, nicht nur äußerlich sondern auch innerlich. Nachtschichten sind immer hart verdientes Brot. Was werden sie gemacht haben?
Einer hat wahrscheinlich dreckige Witze erzählt. Ein anderer von seinen Eheproblemen. Ein dritter hat an seine desolate Finanzlage gedacht und dabei nach der Schnapsflasche geschielt. Und wenn noch ein vierter dabei war, dann hat er wohl die Bildzeitung gelesen.
Ich stelle mir vor, ich könnte mich zu ihnen ans Feuer setzen.
Sie wissen ja noch nichts von der Heiligen Nacht, woher auch. So wie auch heute viele nichts davon wissen. Und viele feiern Weihnachten bekanntlich nur deshalb, weil´s im Kalender steht. Und Freude kommt auch nicht automatisch auf, nur weil man Geschenke austauscht. Wieviel Leute kenne ich, die gern auf alle Geschenke verzichten würden, wenn sie dafür Liebe eintauschen könnten, Liebe in einer harmonischen Ehe, Liebe in einer intakten Familie. - Wenn du dann keinen Heiland hast.
Also die Hirten sitzen an ihrem, Feuer und haben auch keinen. Aber der Heiland will sie haben! Der Heiland will uns haben.
Das ist die Partisanenaktion der Liebe Gottes. Wir sollen nicht verloren sein. Und deshalb reißt Gott den Himmel auf und er schickt seine Boten, die Engel. Und er lädt ein zur Freude, zur Liebe, zu Jesus. Wohin denn sonst? Das ist eine Ein-ladung! - Wenn Gott dieser Welt ein Ende setzt, dann lädt er nur noch vor. Jetzt lädt er ein.
(5.) So heißt es in der Heiligen Schrift: „Und siehe des Herrn Engel trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie fürchteten sich sehr und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus er Herr in der Stadt Davids.“
Das gilt durch alle Zeiten und für alle Zeiten. Am Heiligen Abend 1945 predigte Friedrich von Bodelschwingh in Bethel in der Zionskirche. Es war einer seiner letzten Gottesdienste und man sah ihm an, dass er vom Tode gezeichnet war.
Er sagte (Weihnachten, Winter 1945): „Auf uns liegen dunkle Wolken, so dunkel wie wohl noch nie in deutscher Geschichte. Zehntausende sind auch in dieser Christnacht am Wandern und wissen nicht wohin. Sie frieren, sie hungern, sie sterben. Es ist kalt, nicht nur wegen der fehlenden Kohlen, sondern auch wegen der fehlenden Herzen. Es geht viel Bitterkeit durch diese Weihnachtsnacht hindurch. Da sagen viele: Was soll uns Weihnachten? Aber Gott hört auch die leisesten Töne. Wenn Menschen hart werden in dieser Zeit, dann leuchten im Herzen Gottes neue Feuer der Barmherzigkeit. Und Gott fragt: Wo kommt ihr her? Und sie sagen: Aus tausend Traurigkeiten. Aber wenn das so ist, dann lade ich euch ein, erst recht der Wanderschaft zu folgen, die die Hirten angetreten haben, hin zur Krippe.“
Und dann lud von Bodelschwing alle ein und sagte: Aus tausend Traurigkeiten zur Krippe gehen wir still, das Kind der Ewigkeiten uns alle trösten will. –
Ob wir dem glauben können? Das werden sich die Hirten auch gefragt haben: Woran sollen wir erkennen, ob das stimmt?
Wie sieht dieser Gott aus, der als ein Kind zu uns kommt?
Und die Engel geben die Antwort gleich mit: „Das habt zum Zeichen, ihr werdet das Kind finden in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen“ .
Ein bisschen mulmig mag den Hirten ja zumute gewesen sein bei dieser Ankündigung: Windeln und Futterkrippe. Tja, wenn Jesus an der Spitze einer Armee in Bethlehem eingezogen wäre, ja dann! Einem Stahlhelm glaubt man mehr als Windeln. Palästen glaubt man leichter als einem Stall. Und dem Himmelbett mehr als der Krippe.
(6.) Aber da sind die Hirten nun vor der Krippe und wir mit ihnen.
Und wir sehen, wie Gott alles auf den Kopf stellt. Er muss verrückt sein, - verrückt vor Liebe, sonst hätte er sich das nicht einfallen lassen. Er erdrückt uns nicht mit seiner Macht.
Er wird machtlos, verwundbar, verletzbar, wie wir, nicht weil es ihm Spaß macht, sondern weil er nicht zusehen kann, wie wir kaputt gehen
· an den Wunden, die uns das Leben schlägt,
· an den Verletzungen, die in unserer Seele nicht heilen wollen
und die uns bitter machen,
· an der Ohnmacht, dass wir das Leben nicht festhalten können,
· an der Angst zu kurz zu kommen und etwas zu verpassen.
Wenn wir da keinen Heiland haben , ihn, Jesus, den der heil macht.
ER gibt nicht an mit seinem Reichtum. Der große Gott wird ganz klein. Er kommt uns so nahe. - Jetzt brauchst sich eigentlich keiner mehr abzustrampeln und kaputt zu machen, um damit seinem Leben erst einen Wert zu geben. Den Wert deines Lebens, den Wert deiner Persönlichkeit, den darfst du dir schenken lassen. Du empfängst ihn als Geschenk aus Gottes Hand. Denn wertvoll wird man nur, wenn man geliebt wird.
Jesus hat alles aufgegeben, um den Weg frei zu haben zu dir. Nur eins hat er nicht aufgegeben, seine Liebe. Denn ER ist die Liebe in Person. Nun ergeben auch die Zeichen einen Sinn, die die Hirten von den Engeln bekommen haben: Windeln, eine Krippe, also ein Futtertrog.
Jemand erzählte mir, in den Slums in Kalkutta gibt es Pappkartons für Neugeborene. - Jeder, ob er in einem Pappkarton geboren wird oder in einem Himmelbett, darf jetzt wissen: Diesem Gott bin ich nicht egal. Der macht sich so arm, dass auch der Ärmste noch den Weg zu ihm frei hat.
Der Weg ist frei. Die Tür steht offen.
In Windeln hat er gemacht und hat durchgemacht, was wir alle gemacht haben. „Gott in Windeln“, wer hätte das jemals gedacht. Welche Religion würde wagen, so etwas zu glauben und zu bekennen? Ja, so wird Gott, so klein. Er hat in unserem Dreck gelegen.
(7.) Nun vor der Krippe entscheidet sich alles.
Da entscheidet sich, ob ich mit Gott wieder zusammen komme.
Da entscheidet sich, wo ich meine Ewigkeit verbringen werde.
Da entscheidet sich, ob ich in diesem Leben schon den Vorgeschmack des Himmels habe.
Vor dieser Krippe entscheidet sich, was Liebe ist. Denn alle noch so große und schöne, menschliche Liebe ist doch nur ein schwacher Abglanz dieser einen großen Liebe Gottes zu uns, - dieser Liebe, die nichts scheut, die alles loslässt, die alles aufgibt.
Aber diese Erfahrung macht man nicht am grünen Tisch.
Man macht sie auch nicht unbedingt unter dem Weihnachtsbaum. Da kann man sie machen. Aber am Weihnachtsbaum liegt es nicht.
Wenn es heute Abend nur ein religiöser Schauer ist, der Ihnen nahe gekommen ist, dann ist das natürlich auch etwas. Aber es ist nicht das, worum es geht.
Es muss schon so gehen, wie bei den Hirten. Es gibt keinen anderen Weg. Die Hirten kommen zu Jesus. Sie kommen zur Krippe. Sie beten an. Nur so geht das. Ob man dabei auf die Knie geht oder stehen bleibt. Ob man dabei ganz schlicht mit IHM redet und ihn bittet, dass er herein kommt ins Leben. Oder ob man von Gottes Liebe so überwältigt wird, dass man nur noch weinen und schluchzen kann, weil man es nicht mehr fassen kann, es nicht mehr aufnehmen kann, dass einem so etwas Großes und Überwältigendes widerfährt. – Ich wünsche Ihnen so eine Erfahrung. Ich wünsche sie Ihnen heute.
Vor dieser Krippe entscheidet sich alles. Vielleicht ist jetzt für Sie der Moment, in dem Gott selbst Sie anspricht. Und Sie spüren und wissen: Ich bin gemeint. Gott will mich. Und ich will ihn.
Aber so etwas kann man nur erfahren. Man kann es nicht erklären. Oder wie sollte man Liebe erklären? Sie wissen, dass man das nicht kann.
(8.) Ich möchte Sie nur herzlich darum bitten, lassen Sie sich darauf ein. Und das bitte ich im Namen dieses Kindes Jesus, das dort in der Krippe liegt, das noch gar nicht sprechen kann. Das bitte ich Sie im Namen dieses Gottes, der Mensch geworden ist, der uns beauftragt hat, es weiter zu sagen, es hinaus zu rufen in eine dunkle, eine verbitterte, eine verzweifelte Welt, - ihr zu sagen, wo Heil zu finden ist, - wo es den Heiland gibt.
Sie können ihm das alles in die Krippe legen: Ihre Pläne, Ihre Sehnsüchte, Ihre Enttäuschungen, Ihre Schuld auch wo andere an Ihnen schuldig geworden sind, damit Sie vergeben lernen.
Sie können sich selbst mit in diese Krippe legen.
Das Kind bleibt da nicht liegen. Denn dieses Kind Jesus wird erwachsen. Und er wird es mit ans Kreuz nehmen und endgültig dort durchkreuzen, was in Ihrem Leben falsch war und falsch gelaufen ist. Und die Gemeinschaft mit ihm wird bleiben und
Freude und Zuversicht werden wachsen.
Die Hirten sind vor der Krippe auf die Knie gegangen.
Sie hatten es sehr eilig zu Jesus zu kommen. –
Ich kenne viel Menschen, die auf ihrem Weg hin zu Jesus zögern und trödeln und sich in unnütze Diskussionen hinein verstricken und am Ende nie ans Ziel kommen. Im Grunde tun sie mir leid. Die Hirten dagegen hatten es sehr eilig, zu Jesus zu kommen. Und das möchte ich heute auch mitnehmen, es eilig zu haben. Es eilig zu haben, zu Jesus zu kommen und sich durch nichts mehr abhalten zu lassen, sondern eilends zu ihm zu gehen.
(9.) Aber dann kehrten sie wieder um. Dabei gingen sie ganz anders wieder zurück als sie gekommen waren. Und es heißt: „Sie breiteten das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Sie priesen und lobten Gott über alles, was sie gesehen hatten“.
Das ist die Aufgabe für die Christen.
Wer von der Liebe Gottes erreicht und angesprochen wurde, der kann sie gar nicht mehr für sich behalten. Der wird sich Zeit nehmen, um diese Erfahrung mit anderen zu teilen.
Also: Eilig hin zu Jesus und dann sich Zeit lassen, um weiter zu sagen, wo es Gottes Liebe gibt, und wie diese Welt angesteckt werden kann von der Liebe Gottes, damit noch viele Menschen gerettet werden und nicht verloren gehen müssen. Damit es noch für viele Menschen hell wird in der Dunkelheit ihres Lebens, in ihrer Angst, in ihren Sorgen.
Sehen Sie, Weihnachten setzt immer in Bewegung:
Jesus aus dem Himmel auf die Erde.
Maria und Josef aus Nazareth nach Bethlehem.
Die Hirten vom Feld in den Stall.
Die Weisen aus den fernen Landen nach Palästina.
Sohn und Tochter nach Hause zu ihren Eltern,
aus ihrem erfolgreichen Leben in einer weit entfernten Stadt,
zu einem klärenden Gespräch ...
Opa und Oma nach Gran Canaria.
Zigtausend Franken in alle Welt.
Kirchenungeübte und –gewöhnte in die Weihnachtsgottesdienste.
Weihnachten setzt immer in Bewegung.
Es fragt sich nur wie kommt man zurück? Wie kommen Sie zurück aus diesem Gottesdienst? Mit Jesus oder ohne ihn?
Ich wünsche uns allen, dass wir wie die Hirten voll Freude nach Hause gehen können und Gott loben und ihn preisen, weil wir eine Freude erlebt haben, die nur JESUS, der Heiland geben kann.
W as, wenn wir keinen Heiland hätten? Ich bin heil-froh, im wahrsten Sinn des Wortes „heil-froh“, dass ich einen Heiland habe, einen, an dem ich mich fest halten kann und der vor allem mich fest hält, mitten im Chaos und in der Zerstörung dieser Welt.
Was für ein Geburtstagsgedicht!
Nichts muss mehr bleiben wie es ist.
Wo nur Schwäche und Unfähigkeit ist,
schafft Gott neue Kräfte.
Wo die Füße wie in einem Netz festsitzen und man sich immer wieder und immer mehr verstrickt, da reißt ER heraus.
Wo einer resignierend sagt: „Ich bin eben so, ich kann mir nicht helfen“, da sagt ER: „Aber du musst nicht so bleiben. Komm, ich mach dich zur neuen Kreatur. Ich mache etwas ganz anderes aus dir. Ich mache aus dir, was dein Schöpfer eigentlich gemeint hat und was du ´vermurkst´ hast. Es kann noch werden.
Lass mich nur machen!“
Wo alle Initiative gelähmt ist, wo Depression herrscht und selbstverschuldete Konflikte, - da schafft er Mut, neu zu beginnen. Mein Leben darf (wieder) aufblühen.
Was für ein Geburtstagsgedicht!
Nichts muss mehr bleiben wie es ist.
Ich wünsche es Ihnen, dass Sie auch diesen einen haben mitten in einer Welt der Zerstörung, einen, der Sie in seiner Liebe trägt und hält, einen, der Sie nie wieder allein lässt.
Amen.
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